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„Den Klimawandel mit Archäologie verstehen“

Hierbei handelt es sich um einen Beitrag von Prof. Dr. Frederike Fless im Tagesspiegel vom 22.09.2019. Frederike Fless ist klassische Archäologin und seit 2011 die erste Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts. Zusätzlich unterrichtet sie als Honorarprofessorin an der FU Berlin.

Einige zentrale Zitate aus dem Artikel:

Moderne Archäologie erforscht jedoch alle Facetten menschlichen Lebens. Dies umfasst auch, die Auswirkungen von klimatischen Veränderungen auf die Umweltbedingungen, in denen Menschen in der Vergangenheit lebten, aber die sie auch beeinflussten.

In Zusammenarbeit mit vielen anderen Disziplinen kann die Archäologie so die konkreten Auswirkungen auf die Lebensrealität vergangener Gemeinschaften, aber auch ihre Reaktion darauf rekonstruieren. Diese hochaufgelösten Daten, Modelle und Simulationen sind wiederum notwendige Bausteine für globale Klimamodellierungen, aber auch für die Beschreibung des Faktors „Mensch“ in diesen komplexen Prozessen.

Eines der Probleme unserer Zeit besteht nämlich darin, genau diesen Zusammenhang zwischen globalen Phänomenen und ihren lokalen Auswirkungen zu verstehen und zu kommunizieren.

Die heute überall auf der Welt dominierenden Betonbauten hinterlassen gegenüber so mancher antiken Bauweise einen schlechten ökologischen Fußabdruck. Der globalen Vereinheitlichung des Bauens könnten regional bezogene Studien der Vergangenheit somit ebenso Modelle für klimagerechtes und nachhaltiges Bauen entgegensetzen, wie es auch für landwirtschaftliche Nutzpflanzen diskutiert wird. Auch hier spielen archäologische Daten eine Rolle.

Der vollständige Beitrag ist auf den Webseiten des Tagesspiegels kostenlos zugänglich.